Wer ist der Chef

Spiel oder Ernst ?

Auch beim Spiel kannst du deinem Hund freundlich zeigen, dass du die Oberhand behälst. Bestimme du über den Zeitpunkt des Spiels, indem du (und nicht der Hund) damit beginnst. Du beendest in der Regel das Spiel auch selber, z. B. indem du dich abwendest und weggehst. Dazu musst du dem Hund nicht immer die Spielbeute wegnehmen. Es ist auch sinnvoll, während des Spiels immer wieder einmal zu überprüfen, ob man noch die Situation  unter Kontrolle hast. Wenn du im Spiel gebissen oder gezwickt wirst , brichst du es selbstverständlich sofort ab. Diese Regel gilt auch, wenn der Hund in deine Kleidung, z. B. ins Hosenbein, beißt.

Wo wird geruht ?

Erhöhte Sitzplätze können von manchen Hunden als Ressource angesehen werden. Daher können sich in Hinblick auf Sitzmöbel und Bett Probleme mit manchen Vierbeinern ergeben. Für Hunde, die erhöhte Plätze verteidigen, müssen solche daher tabu sein. Wenn du einen unproblematischen Hund hast und ihm erlauben willst, dass er auf Möbel darf, dann immer nur auf deine Aufforderung. Richte deinem Hund einen festen Platz in der Wohnung ein, „seinen Platz“. Dieser Ort soll für ihn gemütlich und angenehm sein. Übe das mit deinem Hund und schicke ihn auf Kommando auf seinen Platz.

Lobe ihn, wenn er den Befehl befolgt. Dieser Platz sollte kein Ort der Strafe sein, das Kommando GEH AUF DEINEN PLATZ ! sollte also nicht als Bestrafung eingesetzt werden.

Wer weicht vor wem aus ?

Viele Hunde lieben es, immer mitten im Weg zu liegen, ausgerechnet dort, wo jeder über sie stolpert. Hunde liegen gerne im Flur oder blockieren einen Türdurchgang, damit sie alles, was passiert, beobachten können und unter Kontrolle haben. Im Falle, dass du es tolerierst, wenn dein Hund im Weg liegt, und um ihn herumsteigst, lernt dein Hund, dass du ihm ausgewichen bist und seine Rolle akzeptiert hast. Deine Höflichkeit ist hier fehl am Platze. Lasse deinen Hund ruhig aufstehen und aus dem Weg gehen, wenn du kommst und vorbei willst. Ein bisschen Bewegung kann dem Hund nicht schaden, und du tust – mal wieder ganz nebenbei – etwas Wichtiges für deine Führungsrolle!

Wer hat „die Nase vorn“ ?

Viele Hundebesitzer kennen das: Sobald es zum Spaziergang losgeht, ist der Hund der erste, der zur Tür hinaus schießt. Zeigen deinem  Hund auch in dieser alltäglichen Situation deine Führungsqualitäten, denn nur du bist der Meister des Haustürschlüssels und der Türklinke. Dein Hund soll zu erst SITZ machen und geduldig warten, bis du durch die Tür gegangen bist; auf deine Aufforderung darf der Hund dann auch die Wohnung verlassen.

Gefahrvermeidung

Diese Vorgehensweise fördert die Kontrollierbarkeit des Hundes, sie dient der Gefahrvermeidung (z. B. damit der Hund draußen nicht jemanden umrennt) und trainiert gleichzeitig Gehorsam und Disziplin. Dein Hund erwartet von dir als Führungsperson die Richtungsvorgabe bei allen Unternehmungen. Überlasse daher die Wahl des Spazierwegs nicht immer deinem Hund.

Berührungen und Blicke

Wenn du deinem Hund die Schnauze berührst, ihm ins Maul schaust, dich breitbeinig über ihn stellst, ihm die Pfoten abputzen, ihn bürsten, ihm in die Augen siehst oder seinen Bauch anschaust, während er auf dem Rücken liegt, führst du aus Hunde Sicht „ranganmaßende“ Gesten aus, die sich nicht alle Hunde gefallen lassen.

Bedrängung

Viele Hunde erleben diese Maßnahmen als furchteinflößende Bedrängung. Zeigt dein Hund Zeichen von Angst, solltest du – am besten unter professioneller Anleitung – behutsam mit ihm üben und ihm die Maßnahmen mit Belohnung „schmackhaft“ machen. Ansonsten sind diese kleinen Gesten und Handlungen am Hund (z. B. Bürsten, Pfote des Hundes nehmen, freundliche Berührungen am ganzen Körper) zum einen eine gute Möglichkeit, dem Hund immer wieder freundlich zu zeigen, dass er sich vertrauensvoll überall berühren lassen kann. Außerdem ist es sehr praktisch, wenn dein Hund an diese Manipulationen gewöhnt ist.

“Oder findest du es schön, wenn dein Hund zappelt, wenn du ihm die Pfoten abputzen oder eine Zecke entfernen willst? “

 

Veröffentlicht unter meine Hundeerziehung

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