Welpenerziehung

Eine erfolgreiche Welpenerziehung muss konsequent sein

Zwischen der 8. und 11. Lebenswoche lieben Welpen noch alle Menschen, die nett sind. Ab der 12. Woche baut dein Hund dann eine feste Bindung zu dir auf.

Emotionale Achterbahn

Um eine emotionale Achterbahn zu vermeiden, muss der Welpe wissen, wer sein „Leitwolf“ ist. Zeige deinem  Hund, dass er dir vertrauen kann, dass du das Rudel führen kannst. Dazu bestehe  konsequent auf festen Regeln des Zusammenlebens, unterbrechen von sich aus das Spiel und bestimme, wann gefressen wird.

Wichtig!

Wichtig ist, dass Ihre Familie am gleichen Strang zieht. Was der eine erlaubt, darf der andere nicht verbieten. Und: der Ton macht die Musik. Geben Sie Kommandos mit fester Stimme, Lob mit freundlicher und Tadel mit strenger. Anschreien und Schlagen helfen nicht weiter. Der Welpe muss merken, dass es sich für ihn lohnt, wenn er gehorcht. Loben ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Doch Achtung: Welpen sind bestechlich. Manchmal tun sie nur dann etwas, wenn ein Leckerbissen winkt. Beschränke deshalb die Belohnungen für das gewünschte Verhalten nicht nur auf Leckerlis. Dein Hund freut sich genauso über Streicheleinheiten und lobende Worte.

Die Verständigung mit deinem Welpen

Hund und Mensch sprechen verschiedene Sprachen. Hunde verstehen den Sinn unserer gesprochenen Worte nicht, wohl aber unsere Mimik und Gestik. Verständnisschwierigkeiten entstehen immer dann, wenn das Verhalten des Welpen mit menschlichen Maßstäben gemessen wird.

Ein Beispiel der Hundesprache

Du kommst nach Hause und findest im Flur deine Lieblingsvase in Scherben. Davor steht dein Welpe und freut sich unbändig, dich wiederzusehen. Erstarrt vor Wut, runzelst du drohend die Stirn, deine Stimme überschlägt sich in wüsten Beschimpfungen. Der Welpe versteht dich nicht, er hat sich doch bloß gefreut, als du zur Tür herein gekommen bist. So zieht er den Schwanz ein, duckt sich und blickt angstvoll zu dir auf.

Unterwürfiges Verhalten

Dieses unterwürfige Verhalten soll dich beruhigen und hat nichts mit schlechtem Gewissen zu tun! Hunde kennen kein schlechtes Gewissen. Daher darfst du auch nicht erwarten, dass der Welpe durch deine Reaktion seine Lektion gelernt hat. Er hat lediglich gelernt, sich nicht mehr zu freuen, wenn du herein kommst. Besser ist es in einer solchen Situation den Ärger herunterzuschlucken, den Hund aus dem Gefahrenbereich zu bringen, und die Scherben ohne ein Wort wegzuräumen. Tat und Bestrafung müssen unmittelbar hintereinander erfolgen, sonst versteht der Hund den Zusammenhang nicht.

Dem Welpen das Zwicken abtrainieren

Wenn der Welpe beim Spiel zu fest zupackt, sofort laut „quietschen“ und das Spiel beenden. (Das würde auch der Welpe tun, wenn er von einem anderen Hund zu fest gezwickt wurde.) Wenn du die Hand erschrocken wegziehst, schnappt der Welpe begeistert nach. Ignorieren  dein Hund für einige Zeit und fordere ihn dann von sich aus zum Weiterspielen auf.

Dem Welpen das Hochspringen abgewöhnen

Welpen versuchen, durch Hochspringen ans menschliche Gesicht zu gelangen, um die Mundwinkel zu lecken. Sie wollen damit ihre Demut demonstrieren. Je mehr du darüber schimpfst, desto heftiger springt der Welpe, um dich zu beruhigen und seine Unterwürfigkeit kundzutun. Wegschieben deutet der Welpe als Signal zum Spiel, mit dem er deine Aufmerksamkeit erringt.Die Abhilfe: Bleibe  regungslos stehen, rede  nicht mit deinem Hund und schaue  ihn nicht an. Wenn er sich irgendwann hinsetzt, bückst du dich sofort und lobe ihn.

Das Verhalten des Welpen auf der Straße

Um zu lernen, dass er nicht einfach über die Straße rennen darf, bleibst du an der Bordsteinkante stehen und lasse den Welpen sitzen. Wenn die Straße frei ist, lass dein Hund aufstehen und überquere dann langsam die Straße.

Welpen und auch erwachsene Hunde mögen es nicht, wenn der Verkehr sich hinter ihrem Rücken abspielt. Gehe daher am Straßenrand immer dem Verkehr entgegen.

Der Welpe allein daheim

So niedlich und schmeichelhaft die Anhänglichkeit deines Welpen auch ist, du musst ihm möglichst früh beibringen, allein im Haus zu bleiben. Beginne  mit der Übung nach einem ausgiebigen Spaziergang oder einem guten Fressen, denn dann ist der Welpe erschöpft und zieht sich in sein Körbchen zurück. Spielzeug und Kauknochen lenken ihn nach dem Aufwachen ab.

Gehe zunächst einfach nur zum Briefkasten oder zur Mülltonne und verabschiede dich nicht. Hörst du  den Vierbeiner drinnen herzzerreißend wimmern, weist du ihn von draußen durch ein „Nein!“ zurecht. Für deine Wiederkehr wählst du einen Moment, in dem drinnen alles ruhig ist. Hat der Welpe brav auf dich gewartet, lobst du ihn ausgiebig. Dehne du die Pausen zwischen Weggehen und Wiederkommen langsam aus.

Prägung und Beschäftigung

Spielstunden für Welpen Durch die Trennung von Mutter und Geschwistern wird die Sozialisierungsphase des Welpen jäh unterbrochen. Um den Umgang mit Artgenossen zu lernen und notwendige Verhaltensweisen voneinander abzuschauen, haben sich Welpenspielstunden für Hunde im Alter ab etwa 8 bis 14 Wochen bewährt.

Der Kontakt

Der Kontakt mit anderen Hunden ist wichtig, damit der Welpe später auf Artgenossen nicht überängstlich oder aggressiv reagiert. Die Hundebesitzer lernen bei diesen Treffs, wie sie mit ihrem Welpen richtig umgehen und wie sie die Mensch-Hund-Beziehung festigen. Außerdem werden bestimmte Kommandos geübt und schwierige Situationen im Welpenalltag geprobt. Motto: In der Gemeinschaft lernen Mensch und Hund leichter und es macht beiden mehr Spaß.

Gehorsam lernen und Kommandos verstehen

Beim Lernen von Kommandos darfst du den Welpe nicht überfordern. Junge Hunde können sich nur 5 bis 10 Minuten konzentrieren. Daher mehrere kleine Übungsphasen am Tag einplanen und bis zum Alter von sechs Monaten auf eine halbe Stunde am Tag ausweiten.

Überforderung

Zeichen von Überforderung: Gähnen, Kratzen und Hinlegen. Lege dich  in dieser Situation ruhig zu dem Welpen auf den Boden. Dieses sogenannte Kontaktliegen stärkt das Vertrauen und vermittelt dem Hund Geborgenheit. Bei den Übungen solltest du ausgeglichen, ruhig und geduldig sein.

Der Gehorsam deines Welpen besteht aus Gewohnheit und Übung. Übe daher in allen Lebenslagen und zu allen Gelegenheiten, damit der Welpe Kommandos nicht an einen bestimmten Ort knüpft. Weiterhin müssen Befehle eindeutig sein. Mit Handzeichen kombiniert, versteht dich dein Hund auch auf weite Entfernungen.

 

Wichtig: Erst kommt das Handzeichen, dann der Befehl. Generell gilt: Erwünschtes Verhalten belohnen, unerwünschtes ignorieren.

Welpentraining – Kommandos trainieren  

Hier Rufst du deinen Welpen mit Namen und mit dem Kommando Hier!. Dabei gehst du in die Hocke und zeigen ihm ein Leckerli. Sobald er angerannt kommt, erhält er seine Belohnung.

Handzeichen: Auf Oberschenkel klopfen.

 

Sitz

stell dich mit einer Belohnung vor den Hund und halten diese über seinen Kopf. Dabei Sitz! sagen. Der Welpe wird versuchen, an das Leckerli heranzukommen und sich irgendwann hinsetzen, damit er es besser fixieren kann. Lobe ihn sofort überschwenglich, und gebe ihm das Leckerli. Sie können aber auch den Welpen sanft auf sein Hinterteil drücken, Sitz! sagen und dann belohnen.

Handzeichen: Erhobener Zeigefinger

 

  Platz

Anfangsposition hierfür ist Sitz! – ziehe nun das Leckerli vom Hund weg über den Boden. Der Welpe bückt sich mit dem Kopf nach vorne, um den Leckerbissen zu erwischen. Platz! sagen und sein Gesäß nach unten drücken, bis er liegt. Sofort belohnen.

Handzeichen: Handfläche langsam nach unten führen.

 

Bleib

Wenn der Welpe sitzt, entfernst du dich ein Stück und sagst Bleib!. Zurückgehen und loben, wenn er sich nicht von der Stelle gerührt hat. Vergrößere  langsam den Abstand zum Hund. Günstig ist, wenn eine zweite Person den Hund am Anfang zurückhält, damit er sich nichts falsches einprägt.

 

Aus

Übe dieses Kommando spielerisch. Nehme  dem Welpen seinen Ball aus dem Maul und sage  dabei Aus!. Gibt er den Ball nicht her, fasst du ihm über die Schnauze und drücke von oben leicht gegen die Lefzen. Lässt der Welpe den Ball fallen, belohnst du ihn.

 

Bei Fuß

Am besten übst du das Gehen an der Leine zunächst in der Wohnung, denn der Welpe sollte die Leine nicht als Folterinstrument sehen. Halte  ein Leckerli seitlich an deinem Oberschenkel, und zwar so, dass dein Welpe es nicht erreichen kann. Gehe  einige Meter weit und lasse  den Welpen an lockerer Leine folgen, wobei du dich seitlich an den Oberschenkel klopfen und Bei Fuß!; rufen. Belohne dein Welpen, wenn er brav neben dir herläuft, ohne zu ziehen.

 

Ich hoffe diese Tipps helfen dir weiter um ein unbeschwertes  Leben mit deinem Hund zu haben.

Veröffentlicht unter meine Hundeerziehung

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*Mein Tipp* Hier bekommt man auch Hundespielzeug mit Lerneffekt: apportieren und belohnen

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