Spielen macht Spaß

Spielen macht Spaß …

… das ist auch wichtig, denn Spielen zwischen Hunden ist Training für den Ernstfall. Je mehr ein Hund – sinnvoll – spielt, desto mehr lernt er fürs Leben. Das bedeutet, im Spiel mit dem Menschen sollte er für das Leben in der Familie vorbereitet werden. Mit dem Menschen spielen Hunde völlig anders als mit Ihresgleichen. Der Zweit- oder Nachbarshund entbindet uns Menschen nicht von unserer angenehmen Spielpflicht, umgekehrt ist der Mensch auch kein Ersatz für Hundefreundschaften. Im Spiel können Welpen Bewegungen und Verhaltensweisen „ohne Ernstbezug“ lernen und üben.

Der richtige Spielpartner für deinen Welpen

Daher sollte man die Spielpartner für seinen Welpen und Junghund möglichst aussuchen. Wenn der Nachbarshund sehr wild und grob mit anderen Hunden verfährt, wird er genau dies dem eigenen Hund beibringen. Vorzuziehen ist ein ruhiger, gut sozialisierter Lehrmeister, der zulässt, dass beide die Rollen tauschen sowie dies auch Welpen untereinander tun.

Das typische Spielgesicht

Dabei zeigen sie häufig das typische Spielgesicht, mit dem auch erwachsene Hunde signalisieren,“ was ich jetzt mache, ist nicht ernst gemeint“. Denn auch erwachsene Tiere spielen und setzen dies auch gezielt als Entspannungsstrategie in Stresssituationen ein.

Schranken verweisen

Die Übergänge vom Spiel zum Ernstmeinen sind fließend. Schon Welpen, aber ganz besonders halbwüchsige Hunde (Pubertät) testen ihre Grenzen aus. Sehr große bzw. sehr freche Hunde finden nicht immer einen vierbeinigen Spielpartner, der sie in die nötigen Schranken verweist.

Der tut nix!

Aus dem „Der tut nix, der spielt nur!” kann jederzeit ein „Jetzt tut er doch etwas” werden. Deshalb sollte man als Besitzer regelmäßig üben, seinen Hund aus unterschiedlichen Spielsituationen zurückzurufen, damit man ein zu wildes Spiel jederzeit beenden kann.

Das Spiel zwischen Hund und Mensch folgt eigenen Regeln

Objektspiele – Körperteile sind tabu Im Spiel mit dem Menschen sollte der Hund lernen, dass Menschenhaut überaus empfindlich ist und alle menschlichen Körperteile mit äußerster Vorsicht zu behandeln sind. Achten Sie schon beim Welpen darauf, dass der Hund nur Spielzeug – wie Kordel, Ball – fest ins Maul nehmen darf, nie aber die Hände oder andere Körperteile des Menschen. Da es im Spiel meist sehr schnell und beherzt zugeht, besteht die Gefahr, dass der Hund zubeißt. Und Hunde lernen am Erfolg – nur wenn man schon dem Welpen von Anfang an für uns schmerzhafte Grobheiten verbietet, kann er lernen, vorsichtig zu sein.

Spielen mit Regeln

Spiel ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Mensch und Hund; ideal, um in völlig entspannter Atmosphäre dem Hund nebenbei auch Grenzen und Regeln beizubringen: Wenn er außer Band gerät, z.B. Spaziergänger erschreckt, umrennt, bellt, dem Besitzer nicht mehr folgt oder weh tut, ist das Spiel beendet. Erfahrene Hundefreunde merken rechtzeitig, wenn es Zeit wird, ruhiger zu spielen. Ob und wie lange Sie mit einem Hund spielen, entscheidest du nach Zeit und Lust. Ist ein Hund in bestimmten Situationen unkonzentriert, aufdringlich oder auch ängstlich, kann man ihn durch Rituale unterstützen, wie z.B.: „Erst musst Du SITZ machen, dann wird gespielt.“

Richtiger Umgang mit der Beute Spielzeug

Damit du als Mensch und Manager des Rudels die Situation immer im Griff behalten, solltest du ganz bewusst der Hüter des Spielzeugs sein. Für Hunde ist Spielzeug sozusagen Übungsbeute.

Wild lebender Hund

Kein wild lebender Hund würde seine Beute wahllos in seinem Territorium herumliegen lassen, entweder er frisst sie gleich oder er verbuddelt sie an einem geheimen Ort, auch unsere Familienhunde verstecken oft ihr Spielzeug. Damit das Hundespielzeug interessant und Motivation bleibt, sollte man es an einem hundesicheren Ort aufbewahren. Als Belohnung oder als Beschäftigung kannst du dann ein oder zwei Spielsachen für deinen Hund hervorholen – auch Hunde fordern einen anderen Hund oder den Menschen per Spielzeug zum Mitspielen auf, indem sie einem anderen ihr Spielzeug vor die Nase legen oder so langsam gehen, dass der andere es leicht nehmen kann. Nach einer gewissen Zeit erbeutest du das Spielzeug dann mit AUS zurück und räumst es wieder auf.

Du entscheidest, wer gewinnt

Gerade bei Zerrspielen solltest du daran denken, dass das Kräftegleichgewicht stimmt. Achte  darauf, dass du in der Regel öfter gewinnst als der Hund und die Beute davon tragen.

Die Beute

Je selbstbewusster der Hund, desto weniger Erfolg sollte er haben, während man schüchternen Hunden die Beute ruhig öfter überlassen kann. Was für uns Spiel ist, „das alte Ding kann er gerne haben“, kann von manchem Hund recht ernst gemeint sein: Um die Beute wird dann mit aller Kraft gekämpft. Ein AUS, ohne die Stimme zu erheben, sollte genügen, das Spielzeug zu bekommen. Reagiert Ihr Hund nicht auf dieses Kommando, ist das Spiel außer Kontrolle geraten. Deshalb, nur mit einem gut erzogenen Hund, der seine Grenzen kennt und einhält, kann man wilde Zerrspiele veranstalten.

Wichtig

Ganz besonders gilt dies für einige Rassen wie die Bau- und Erdhunde, also Dackel sowie die Terrier (z.B. Jagdterrier, Parson oder Jack Russell, West Highland White oder Fox Terrier) sie werden in den Jagdlinien darauf gezüchtet, in den Fuchs- oder Dachsbau einzudringen und den Bewohner aus seinem eigenen Revier zu vertreiben, selbst der kleine Yorkshire Terrier ging auf Rattenjagd. Auch die Vertreter der Familienlinien sind meist besonders vehement und fordernd bei Beutespielen und brauchen klar gesetzte Grenzen.

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Veröffentlicht unter meine Hundeerziehung

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*Mein Tipp* Hier bekommt man auch Hundespielzeug mit Lerneffekt: apportieren und belohnen

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